Aktuelle Meldungen

Altabt Adalbert Kurzeja +

Am 12. April 2016 starb Adalbert Kurzeja OSB (95). In Schlesien geboren, war er 1939-45 Soldat; als britischer Kriegsgefangener meldete er sich freiwillig zur Trümmerbeseitigung in der Abtei Montecassino. 1952 in Rom zum Priester geweiht, trat er im gleichen Jahr in Maria Laach ein. Nach seiner Promotion 1967 arbeitete er an der Theologischen Fakultät und am Liturgischen Institut in Trier; er war maßgebend an der deutschen Ausgabe des Missales Papst Pauls VI. beteiligt. 1977-90 war er Abt von Maria Laach. Zeitlebens blieb er seiner Heimat verbunden.

Schließung von Kloster Damme

Zum Jahresende 2016 werden die Benediktiner Damme (Oldenburg) verlassen; Prior Br. Stephan Veith OSB wird mit den fünf Mitbrüdern nach Münsterschwarzach zurückkehren. Die fränkische Abtei hatte 1962 ein abhängiges Priorat gegründet, das sich der Seelsorgs- und Bildungsarbeit widmete. Für die Schließung werden personelle und finanzielle Gründe genannt. Eine soziale Nachnutzung des Hauses wird angestrebt.

Abtpräses em. Anno Schoenen OSB +

Am 21. März 2016 starb in Maria Laach Anno Schoenen OSB (90). Der gebürtige Essener begann nach zwei Jahren als Soldat 1945 das Theologiestudium in Bonn und trat 1946 in Maria Laach ein. 1952 zum Priester geweiht, wirkte er 1957-1989 als Spiritual in der Abtei Herstelle. 1990-2002 war er Abt seines Klosters, 1995–2008 Präses der Beuroner Kongregation.

Wahl in Vadstena

Am 7. Januar 2016 wählte der Konvent von Vadstena Sr. Katharina Rask OSB (58) auf unbestimmte Zeit zur neuen Priorin. Sie war bisher Subpriorin und löst Sr. Johanna Sönne OSB (71) ab, die seit 2005 das Kloster geleitet hat. Die 1960 entstandene Gemeinschaft konvertierte 1988 zur katholischen Kirche und gehört seit 1990 zur benediktinischen Konföderation; 1997 wurde ihr neues Kloster 15 Kilometer südlich von Vadstena eingeweiht.

Altäbtissin von Thyrnau +

Am 11. Oktober 2015 starb Äbtissin em. M. Caritas Baumgartner OCist (88) von Thyrnau. Sie war die jüngste von 14 Kindern; ihre älteste Schwester war vor ihr in Thyrnau eingetreten und leitete das Kloster als Äbtissin M Ludwigis von 1949-1970. Sr. M. Caritas begann 1950 das Noviziat. Als Schneiderin, Stickerin und Wirtschafterin ausgebildet, übernahm sie die Führung der Klosterküche, wurde 1970 Priorin und 1982 zur Äbtissin gewählt. Sie förderte das Kloster Apolo in Bolivien. Nach ihrer Resignation 2002 entfaltete sie als Pförtnerin ein segensreiches seelsorgliches Wirken.

Wahl in Mariavall

Der Konvent von Mariavall (Schweden) hat am 14. Dezember 2015 Sr. Christa Claesson OSB (59) zur zweiten Äbtissin des Klosters gewählt. Sie ist die Nachfolgerin von M. Tyra Antonia Andersson OSB (82), die der Gemeinschaft 51 Jahre lang vorstand. Das Kloster entstand aus einer lutherischen Kommunität, die 1983 in die katholische Kirche aufgenommen und 1984 zu einem Priorat wurde; seit 2006 ist Mariavall Abtei.

Wahl in Fischingen

Die sechs wahlberechtigten Mönche der Benediktinergemeinschaft in Fischingen (Schweiz) haben am 25. November 2015 P. Gregor Brazerol OSB (53) zum dritten Konventualprior der Benediktinerabtei Unserer Lieben Frau bei der heiligen Idda in Fischingen gewählt. Er hatte zuvor das Kloster drei Jahre als Administrator geleitet.

Äbtissin von Frauenthal (Schweiz) +

Am 24. November ist M. Consolata Bucher OCist (73), Äbtissin des Klosters Frauenthal (Diözese Basel), gestorben. Sie war seit 2008 Priorin Administratorin und wurde 2014 zur Äbtissin gewählt. Ihre Vorgängerin M. Charitas Meier OCist (82) hatte die Abtei von 1981-2008 geleitet. Frauenthal ist das älteste Schweizer Zisterzienserkloster, das am Ort seiner Gründung im 13. Jahrhundert bis heute existiert. 1957 gründete die Gemeinschaft das Kloster Valley of Our Lady in den USA (Wisconsin), das seit 1965 Konventualpriorat ist. Zum Konvent von Frauenthal gehören derzeit 12 Nonnen.

Zerstörungen in Syrien

Wie die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ mitteilt, vernichten Extremisten des „Islamischen Staates“ (IS) weiterhin christliche Kirchen und Klöster in Syrien. Im August 2015 haben sie damit begonnen, das das syrisch-katholische Kloster Mar Elian in der zentralsyrischen Ortschaft Karjatain zu zerstören, das auf das 4. Jahrhundert zurückgehen dürfte. In Syrien sollen seit 2013 mindestens 81 christliche Kirchen und Klöster zerstört worden sein, genauso wie Teile der historischen christlichen Stadt Maalula nördlich von Damaskus.
www.gfbv.de

Orthodoxes Kloster entsteht in Österreich

Auf einem Grundstück, das die österreichische Diözese Eisenstadt zur Verfügung stellte, soll das erste orthodoxe Kloster in Österreich entstehen. Bis das geplante Kloster „Maria Schutz“ in St. Andrä am Zicksee fertiggestellt sein wird, leben die bisher vier orthodoxen Mönche im Pfarrhof eines benachbarten Ortes. Sie sind neben anderen Aufgaben in der Seelsorge für orthodoxe Flüchtlinge tätig.

Weitere Informationen unter:

www.benediktiner.at
www.benediktiner.de
www.benediktinerinnen.de
www.osb.org
www.ocist.org
www.ocso.org

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