Michael Hochschild
Über benediktinische Zielnachfolge
Oder: Wie sich Tradition verflüssigt
Wie können wir das Mönchtum heute verstehen und neu aus den Ursprüngen leben? Darüber referierte Prof. Hochschild bei der Salzburger Äbtekonferenz in der Osterwoche 2009 in Trier. Im vorliegenden Artikel versucht der Pariser Zeitdiagnostiker, im Lichte der Diskussionen nach seinen Vorträgen das Mönchtum als Bewegung zu buchstabieren. Dabei räumt er mit geläufigen Denkschablonen auf und versucht das Klosterleben auf der Höhe heutiger Zeit zu fassen: Es erscheint zum Teil als Protestbewegung, die erst eine Gegenkultur, dann aber eine Reformkultur ausbildet. So ermöglicht die Außenperspektive des Soziologen eine Besinnung auf die benediktinischen Wurzeln, die gerade unseren Zeitgenossen viel zu sagen haben.
Aus Erbe und Auftrag 3/09, Seite 282-291

