Aktuelle Meldungen
Neuer Rektor in Sant Anselmo
Abtprimas Jeremias Schröder OSB hat P. Jáko Fehérváry OSB (53) von der Erzabtei Pannonhalma zum Rektor des Päpstlichen Athenäums Sant Anselmo ernannt; das zuständige vatikanische Dikasterium hat die Bestätigung erteilt. Der neue Rektor hat in Paris und Rom Liturgie studiert und wurde 2008 in Sant Anselmo promoviert; er hat sein Amt am 9. September 2025 angetreten; zuvor war er Rektor des Theologischen Instituts der Orden "Sapientia“ in Budapest gewesen, das mit Sant Anselmo affiliiert ist. Der bisherige Rektor von Sant Anselmo, P. Bernhard Eckerstorfer OSB (54), war am 25. Januar 2025 zum Abt seines Klosters Kremsmünster gewählt worden. Der bisherige Prorektor von Sant Anselmo, P. Laurentius Eschlböck OSB (50) vom Schottenstift Wien, wurde am 26. Juni 2025 zum Dekan der Theologischen Fakultät ernannt.
Abtswechsel in Tholey
Am 9. Juli 2025 starb an den Folgen eines Herzinfarkts Abt Mauritius Choriol OSB (65) von Tholey. Der gebürtige Elsässer war nach einer Kochlehre und fünfjährigem Dienst beim französischen Militär, der ihn bis zum pazifischen Ozean führte, in gastronomischen Spitzenrestaurants in der Schweiz, in Frankreich und Luxemburg tätig. 1983 trat er in Abtei St. Mauritius in Tholey im Saarland ein; nach dem Theologiestudium in Freiburg in der Schweiz empfing er 1993 die Priesterweihe. 1998 übernahm er die Aufgabe des Cellerars und wurde 2007 zum Prior ernannt. Nach zwei Wahlperioden als Prior-Administrator ab 2008 war er seit 2014 Abt. Am 25. August 2025 wurde P. Wendelinus Naumann OSB (53) zum Abt von Tholey gewählt. Er stammt aus dem Saarland; nach dem Studium der Geschichte und Kunstgeschichte war er als Historiker und Autor tätig. Seit seiner Jugend mit Tholey verbunden, wurde er 2008 Vorsitzender des Fördervereins der Abtei; 2015 trat er in das Kloster ein. 2017-2020 studierte er in Lantershofen Theologie und empfing 2021 die Priesterweihe. Er engagierte sich bei der Sanierung der Klosterkirche, wirkte als Novizenmeister und war seit 2023 Prior der Abtei.
Umzug
Die Schwestern der Benediktinerinnenabtei Engelthal werden ihr Kloster verlassen und in absehbarer Zeit auf den Rochusberg bei Bingen umziehen. Zur Wiederbesiedlung des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Engelthal kamen 1962 zwanzig Schwestern aus der Abtei Hl. Kreuz, Herstelle. Heute zählt die Gemeinschaft von Engelthal 14 Schwestern mit einem Altersdurchschnitt von 75 Jahren. Haus und Klosteranlage sind inzwischen zu groß, und die Gäste- und Kursarbeit übersteigt die vorhandenen Kräfte. Die Kommunität hat die Einladung der Kreuzschwestern auf dem Rochusberg bei Bingen angenommen, in ihrem ehemaligen Exerzitienhaus des Bistums Mainz zur Miete zu wohnen. Nach entsprechenden Umbauarbeiten wird der Umzug frühestens im Herbst 2026 stattfinden. Pflegebedürftige Schwestern können dann das Altenpflegeheim der Kreuzschwestern: „Seniorenwohnen im Kloster“ auf dem Rochusberg mitnutzen. Das Gästehaus in Engelthal wird zum 30. Juni 2025 schließen; in veränderter Form soll es auch auf dem Rochusberg ein Angebot für Gäste geben.
Totengedenken
Am 24. März 2025 starb Altäbtissin Margarita Brunnhuber OSB (94) von Kellenried. Vor ihrem Eintritt war sie Gymnasiallehrerin; nach ihrer Profess 1960 studierte sie ein Jahr Sozialpädagogik, wurde 1970 Subpriorin und Magistra und 1972 zur Äbtissin gewählt. Diesen Dienst versah sie bis 1999. In ihre Amtszeit fiel die Sanierung und künstlerische Ausgestaltung der Klosterkirche und der Beginn des Kontakts mit einer Benediktinerinnengemeinschaft in Nigeria.
Totengedenken
Am 23. Februar 2025 starb in der irischen Abtei Kylemore Äbtissin Máire Hickey OSB (86). In Dublin geboren, studierte sie Alte Sprachen in England und war nach ihrer Promotion an der Universität Oxford tätig. 1974 trat sie in die Abtei Sankt Scholastika Burg Dinklage ein; 1983–2007 war sie dort Äbtissin. Sie war Vorsitzende der Vereinigung der benediktinischen Frauenklöster im deutschen Sprachgebiet (VBD) und Gründungsmitglied und 1997–2006 erste Moderatorin der Communio Internationalis Benedictinarum (CIB). Zusammen mit ihrer Kommunität engagierte sie sich für obdachlose Menschen und errichtete die "Martinsscheune" als Herberge für Menschen in Not. Nach dem altersbedingten Ende ihrer Amtszeit leitete sie in ihrer Heimat als Päpstliche Kommissarin die älteste irische Benediktinerinnenabtei Kylemore, auf die sie 2023 ihre Stabilität übertrug. Die Universität von Notre Dame (Indiana, USA) verlieh ihr 2016 für ihr Engagement auf dem Feld von Bildung und Spiritualität die Ehrendoktorwürde.
Weitere Informationen unter:
www.benediktiner.at
www.benediktiner.de
www.benediktinerinnen.de
www.osb.org
www.ocist.org
www.ocso.org


