Hoffnung auf ein göttliches Vielleicht (Amos 5,14f)

Gott ist nicht unschlüssig, ob er Sünderinnen und Sündern sein Erbarmen zuteilwerden lässt. Er gibt sich vielmehr in die Hand der Menschen, macht sich abhängig von ihrem Verhalten und hegt dabei die Hoffnung, sie würden zur Einsicht kommen und zu einem guten Verhalten finden. Dass es am Ende anders kommt, zeigt: Die Menschen werden dem Vertrauen Gottes nicht gerecht. So bleibt ihnen und uns nichts anderes, als Gott auch noch den letzten Schritt zuzutrauen und darauf zu hoffen, dass er selbst in dieser Situation „abgründiger Sündigkeit“ (Dorothea Sattler) das „Vielleicht“ seines Erbarmens offenhält und letztlich auch verwirklicht.

Aus Erbe und Auftrag 3/26, Seite 299-302

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